Nordirland ist seit Jahren ein etablierter Standort für die Telekommunikations- und Elektrotechnik-Industrie. Die Investitionen einer Reihe internationaler Blue-Chip-Unternehmen haben zu dieser Reputation beigetragen. Gleichzeitig haben sie die Bildung eines Cluster von einheimischen, innovativen Unternehmen gefördert.
Mit Openwave,Fujitsu, British Telecom, ntl und Nortel Networks sind eine Reihe führender Telekommunikationsunternehmen in Nordirland vertreten. Nortel Networks unterhält in der Region das größten Forschungs- und Entwicklungszentrum auf der irischen Insel.
Die wichtigsten Investoren im Elektronikbereich sind unter anderem Seagate Technology, AVX, Daewoo, TDK, SMTEK, Sanmina-Sci, Hathaway Systems, Multimedia Infotech, Humax, Rimedia und Audio Processing Technology (APT).
Erst im vergangenen Jahr unterstrich Seagate die Bedeutung des Standort für den Erfolg des Unternehmens mit einer weiteren Investion in Höhe von 129,6 Millionen Euro. Mehr Informationen finden Sie hier.
Eine Vielzahl von einheimischen Unternehmen sind Zulieferer zur Telekommunikations-branche. Ihre Aktivitäten reichen von der Komponentenproduktion bis zu spezialisierten Chip-Design, wie beispielsweise bei Amphion und Celeritek.
Die Beschäftigten in Nordirland verfügen über hohe Qualifikationen und Praxiserfahrungen.
Die nordirische Bevölkerung ist eine der jüngsten Europas - fast 60% der 1,68 Millionen Einwohner sind unter 40 Jahre alt und die Population wächst dreimal so schnell wie im restlichen Vereinigten Königreich.
Die bildungspolitischen Bemühungen in Nordirland führten dazu, dass dort mehr Studenten höhere Abschlüsse erzielen als im restlichen Vereinigten Königreich. 2001 erlangten beinahe 57% der nordirischen Studenten fünf oder mehr Bestbeurteilungen. Im restlichen Vereinigten Königreich erreichten dies nur 51%.
Die University of Ulster und die Queens Universität Belfast fördern sowohl die praxisnahe Kooperation mit der Industrie als auch die Grundlagenforschung in den Bereichen Telekommunikation, Wireless, Physik, Elektrotechnik.
Jedes Jahr beenden 650 Ingenieure mit Praxis-Erfahrung in Verfahren des Digital Signal Processing, der Mikroelektronik sowie Telekommunikation erfolgreich ihr Studium und stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.
Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern sind hervorragend und Streiks sind extrem selten.
Internationaler Vergleich von Streiks 1996 - 2000
Quelle: UK National Statistics, "Labour Market Trends" 2003
Die Gehälter in diesem Sektor sind 17% niedriger als in England and 31% als in der irischen Republik.
Ingenieurgehälter in der Electro-/Telekommunikation Industrie
Die nordirischen Universitäten sind zuverlässige Partner von Telekommunikation- und Elektronik-Unternehmen, Denn sie haben die Kapazitäten und das Know-how,kommerziell nutzbare Ergebnisse zu liefern. Darüber hinaus bieten sie marktorientierte Lernprogramme an, um so sicherzustellen, dass die für Unternehmen erforderlichen Kompetenzen auch zukünftigt bereitstehen.
Die University of Ulster und die Queen's University Belfast forschen in verschiedenen Bereichen der Telekommunikationtechnologie (SDH Fibre Optic Transmission Multiplexers, WAP und Wireless Broadband9).
Invest Northern Irland engagiert sich für die Förderung von Forschung und Entwicklung. Diese Programme sind allen Investoren zugänglich, die eine Firmensitz oder eine Tochtergesellschaft in Nordirland haben.
Das Institute for Electronic Communication and Information Technology (ECIT) verbindet die Aktivitäten der School of Electrical and Electronical Engineering und der Computer Science School and der Queen's University mit dem Ziel, die Technologies der Elektrotechnik, der Telekommunikation und der IT zusammenzuführen.
Im Rating der Universitäten im Vereinigten Königreich gehört der Fachbereich für Electrical and Electonical Engineering an der Queen's University mit zu den besten. Auch der Fachbereich für Luft- und Raumfahrttechnik der Queen's University wurde kürzlich als "ausgezeichnet" eingestuft.
Das Northern Ireland Centre for Advanced Material (NICAM) hat sich auf Entwicklung von neuen Materialien, Produkten und Prozessen spezialisiert. Es verfügt über ein besonderes Know-how auf den Gebieten magnetische Materialien, Ferroelektronik/Keramik, dünne Schichten, Oberflächen-Morphologie und -Erosion sowie Oberflächenanalyse.
Das DSiP Laboratory an der Queens Universität ist ein international anerkanntes Zentrum für Digital Signal Processing und System-on-Chip Design.
Das Advanced Telekommunication Laboratory an der Queens Universität stellt Unternehmen ein modernes Telekommunikationsnetz für experimentelle Forschung und Produktdesign zur Verfügung. Die Forschungsbereiche umfassen Wireless IP, Intelligent Fast Packet Switch Designs, Mobile Agents und programmierbare und aktive Netzwerke.